Nachfragen erlaubt

Abkürzungen sind praktisch aber mitunter auch ganz schön rätselhaft. Damit Sie bei Ihrem Projekt auf dem Laufenden bleiben, haben wir eine kleine Liste typischer Ausdrücke und Abkürzungen aus dem Tiefbau und Abbruch zusammengestellt.

Wissen

Kleines Nachschlagwerk

Bei einem Aufmaß werden Gebäude oder Baugruben in ihrer Höhe bzw. Fläche vermessen, um dann genau nach Quadrat- oder Kubikmeter die geleisteten Arbeiten berechnen zu können.

Das Aufmaß führt in der Regel die auszuführende Firma durch, optimal im Beisein der Bauherrschaft.

 

Die Abkürzung AVV steht für die Abfallverzeichnis Verordnung.

Sie dient zur Bezeichnung von Abfällen und zu deren Einstufung nach ihrer Gefährlichkeit. Die AVV-Liste umfasst derzeit 232 Abfallarten, darunter 173, die als  „gefährlich“ einzustufen sind.

Die Bezeichnung bzw. die Einstufung eines Materials erfolgt über einen sechsstelligen Abfallschlüssel. Die Zuordnung erfolgt nach Kapiteln (Stelle 1 und 2), Gruppen (Stelle 3 und 4) und schließlich der jeweiligen Abfallart (Stelle 5 und 6).

 

Als Arbeitsraum wird der Raum bezeichnet, der zur Durchführung von Arbeiten unterhalb der Geländeoberfläche zwischen Außenseite Bauwerk und der Baugrubenwand erforderlich ist.

Mit Rücksicht auf die Sicherheit und einwandfreie Bauausführung müssen betretbare Arbeitsräume mindestens 50 cm breit sein. Bei Baugruben mit Böschung bezieht sich dieser Abstand auf den sogenannten Böschungsfuß.

Arbeitsräume müssen hinterher mit geeignetem Material wiederverfüllt und gut verdichtet werden.

 

 

Arbeitsschutz

Befindet sich die Baugrube nahe einer Straße oder einem Nachbargebäude, ist ein Baugrubenverbau notwendig, der das Nach- bzw. Abrutschen von Erdreich in eine Baugrube verhindert.

Die günstigste Variante ist der sogenannte Berliner Verbau, eine Trägerbohlwand, die mittels Stahlträger und eingebauten Holzbohlen das unmittelbar angrenzende Gelände vor Erdbewegungen schützt.

Ein Bodengutachten ist dann notwendig, sobald ermittelt werden muss, wie tragfähig der Boden ist. Gerade beim Hausbau benötigt der Statiker genaue Angaben über die Bodenbeschaffenheit des zu bebauenden Geländes.

Das Bodengutachten dient also dazu, die Risiken bei einem Bauvorhaben abzuschätzen und zu minimieren. Des Weiteren erlaubt das Bodengutachten eine umfassende Planung und genaue Kalkulation der Kosten.

In der Regel erstellt ein Ingenieurgeologe ein solches Bodengutachten.

Dient das Bodengutachten dazu, die Tragfähigkeit des Bodens zu ermitteln, gibt die Bodenanalyse Auskunft darüber, aus welchen Bestandteilen der Boden besteht.

Mit verschiedenen Methoden und Verfahren werden Bodenparameter wie Nährstoffe, Humusgehalt oder auch das Vorkommen von Schadstoffen ermittelt.

Das Ergebnis der Bodenanalyse spielt eine wesentliche Rolle in der späteren Entsorgung des Bodens und die damit verbundenen Kosten.

Eine Drainage, auch Dränage genannt, dient einer beschleunigten und gezielten Entwässerung des Baugrunds.

Dabei wird unerwünschtes Grund- bzw. Niederschlagswasser unterhalb der Geländeoberfläche weg vom Gebäude kontrolliert abgegeben und somit der auf dem Gebäude lastende Wasserdruck reduziert.

Die Drainage befindet sich etwas unterhalb des Kellerbodens. Es wird ein Stangendränrohr in ein mit Vlies ummanteltes Kiesbett verlegt.

Durch die Dämmung von Außenwände und Dach wird der Wärmeverlust nach außen verringert. Die Wandoberflächen im Inneren bleiben wärmer, das Wohnklima wird im Sommer wie im Winter behaglicher, und die Heizkosten sinken.

Gerade bei älteren Gebäuden lohnt sich eine nachträgliche Dämmung, gerade im Kellerbereich können dadurch bis zu 10% Wärmeverlust vermieden werden.

In der Deponieverordnung, kurz DepV, sind Errichtung und Betrieb, Stilllegung und Nachsorge von Deponien deutschlandweit einheitlich und streng geregelt.

Insbesondere gibt sie an, welche Voraussetzungen für Annahme und Ablagerung von Materialien eine Deponie erfüllen muss.

Je nach Einstufung der Deponieklasse darf eine Deponie im Rahmen der DepV festgelegten Genehmigung Abfallarten nach AVV annehmen.

Unter einem Einheitspreis versteht man die Vergütung für eine Mengeneinheit einer Teilleistung in einem sogenannten Einheitspreisvertrag. 

Dabei wird eine bestimmte Leistung zu einem Preis pro Einheit angeboten. Gegenstand der Vereinbarung ist die beschriebene Leistung und der EP, nicht jedoch die geschätzte Menge (auch Massen genannt).

Frostschutzschichten werden beim Bau von Straßen, Wegen und Plätzen aber auch beim Hausbau unter der Bodenplatte als unterste Schicht eingebaut und bestehen meist aus Schotter oder einem Gemisch aus Schotter, Splitt und Sand.

Da die Frosttiefe, also die Tiefe,  in die der Frost im Winter in den Untergrund vordringt, in Deutschland bei etwa 100cm liegt, sollen eingebaute Frostschutzschichten an den Straßen oder anderen darüber errichteten Bauwerken verhindern, dass stehendes Niederschlagswasser durch Gefrieren und Sprengen den Straßenaufbau oder die anderen Bauwerke beschädigt.

Gerade in Gegenden mit hoher Besiedlungsdichte stehen Bäume unter einem besonderen Schutz. Gehölze ab einer bestimmten Größe oder einem bestimmten Alter sind laut Baumschutzsatzung zu erhalten.

Sollte ein Baum trotzdem stören oder krank sein, sollten Baumbesitzer sich zuerst immer bei der Gemeindeverwaltung erkundigen, ob Fällarbeiten durchgeführt werden dürfen oder nicht.

Prinziepiell gilt ein Fällverbot zwischen März und Oktober, um evtl. nistende Vögel in ihrer Brutzeit nicht zu stören.

Jeder Boden ist eine Mischung aus unterschiedlichen Korngrößen. Je kleiner das Korn, umso feiner fühlt sich der Boden an, umso wasserundurchlässiger ist er (tonige Erde).

Je nach Einsatzbereich ist es also maßgebend, wie hoch der Feinanteil im Boden oder Schüttgut ist, um mit wenig Feinanteil ein Abfließen von Niederschlagswasser zu ermöglichen oder den Feinanteil so zu erhöhen, dass die Oberfläche auf Wegen und Plätzen durch das Einschlämmen der Feinanteile eine einheitliche Bindung erhält.

 

Gemischter Bauschutt fällt beim Neubau, Ausbau und beim Abbruch an.

Mit dem Begriff „gemischter Bauschutt“ werden rein mineralische Baumaterialien wie z. B. Beton, Ziegel, Fliesen, Steine, Keramik, Porzellan, bezeichnet. 

Klein gebrochen kann das Material wieder zum Einbau oder Verfüllen verwendet werden.

Geotextil ist ein hochbelastbarer Vliesstoff, der als Trennlage zwischen Erdreich, Schotter und Bodenbeläge eingesetzt wird. Damit verhindert das Geotextil, dass Baustoffe sich vermischen.

Gleichzeitig ist es zu 100% wasserdurchlässig und verhindert somit Staunässe am Gebäude oder im angelegten Gartenbereich.

Unter Geländehöhe versteht man die Lage eines Grundstücks über NN (Normalnull).

Einmal festgelegt, ist die Geländehöhe dann der Bezugspunkt Null für alle Höhenmaße eines geplanten Gebäudes.

 

Humus erkennt man an seiner dunkelbraunen Färbung. Er ist der wesentliche obere Bestandteil des Bodens, der durch mikrobiologische und biochemische Zersetzung abgestorbener tierischer und pflanzlicher Substanz in einem wiederkehrenden Prozess entsteht.

Die oberen 10 bis 30 cm des Bodens enthalten in der Regel besonders viel Humus. Er enthält viele wichtige Nährstoffe für Pflanzen und bildet einen zentralen Lebensraum für Bodenlebewesen.

Daher sollte Humus immer getrennt vom Bodenaushub gelagert werden.

Damit ein am Hang gelegener Garten bzw. Grundstück vor Erosion geschützt ist, benötigt man eine Hangsicherung.

Dabei gilt grundsätzlich: je mehr Hang es abzustützen gilt und je steiler dieser ist, desto mehr Masse muss ihm entgegengestellt werden.

Dies kann in Form von L-Steinen, Gabionen oder gar mit einer Spritzbetonwand realisiert werden.

Wichtig dabei ist, dass ab 1m Höhenunterschied unbedingt ein Fachmann hinzugezogen werden sollte, bei noch größeren Höhen ein Statiker.

Unter einem Haufwerk vesteht man die Anhäufung aus meist losem Material, zum Beispiel Schutt, Steine oder Erde. 

Gerade bei höher belasteten Böden empfiehlt es sich, Haufwerke aus dem Bodenmaterial zu bilden und diese dann gemäß LAGA Richtlinie PN 98 zu beproben.

Die Bildung ähnlich belasteter Haufwerke ist zwar zunächst aufwendiger, hilft aber Entsorgungskosten zu sparen, sofern sich unterschiedliche Einstufungen nach LAGA ergeben.

 

KMF ist die Abküzrung für Künstliche Mineralfaser. Sie wird in Gebäuden als Dämmstoff eingesetzt, besser bekannt als Glaswolle, Steinwolle oder Mineralwolle.

Aufgrund ihrer Eigenschaften können die KMF-Faserteilchen unterschiedliche Gefährdungen mit sich bringen, besonders dann, wenn sie aufgrund von Sanierungs- oder Abbrucharbeiten entfernt werden müssen.

Als kapillarbrechende Schicht oder Rollierung wird eine Lage aus Schotter unterhalb der Gründungssohle oder des Fußbodens eines Bauwerkes bezeichnet, die die kapillare Weiterleitung von Bodenfeuchtigkeit oder Grundwasser unterbricht.

Eine solche kapillarbrechende Schicht wird durch eine 15 cm starke Lage aus nicht bindiger Gesteinskörnung gebildet. Dieser Kies muss frei von Schmutz und darf nicht zu fein sein. Schon durch eine Schicht aus Staub auf dem Gestein kann die Kapillarität negativ beeinflusst werden.

LAGA ist die Abkürzung für Länderarbeitsgemeinschaft Abfall. Sie regelt vor allem bei Bau- und Sanierungsmaßnahmen die Verwertung von Bodenaushub.

Dabei wird bei den LAGA-Zuordnungswerten für die Verwertung von Bodenmaterial in bodenähnlichen Anwendungen zwischen uneingeschränkter und teilweise eingeschränkter Wiederverwertbarkeit unterschieden bis hin zur Einstufung „gefährlicher Abfall“.

Mit dem Lastplattendruckversuch (LP) kann man die Verformbarkeit, die Verdichtung und die Tragfähigkeit des Bodens ermitteln.

Er dient im gesamten Erd-, Grund- und Straßenbau als Nachweis zur Eignung von Böden und Untergründen (Schüttlagen) als Baugrund nach DIN 1054.

Dabei wird zwischen dynamischen und statischen Lastplattendruckversuch unterschieden.

Magerbeton ist Beton mit geringem Zementgehalt und demzufolge mit geringer Festigkeit zur Verwendung für Sauberkeitsschichten und zum Ausgleichen von Unebenheiten im Untergrund.

Die Mengenermittlung oder auch Massenermittlung hat das Ziel, die Soll-Mengen bzw. Ist-Mengen entsprechend nachvollziehbar und strukturiert in einem Angebot darzulegen.

Wer Bebauungspläne umsetzen möchte, braucht einen definierten Nullpunkt in der Nähe des Projektes, wie z.B. einen Kanaldeckel, eine Gebäudeecke oder einen Markstein.

Von diesem Nullpunkt aus können dann die exakten Höhen beim Aushub und Aufbau von Schottertragschichten oder Bodenplatten ermittelt werden.

Der definierte Nullpunkt gibt immer die Höhe an, die sich über oder auch unter dem Normalnullpunkt befindet: z.B. 1,98müNN -> 1,98 Meter über dem Normalnullpunkt.

Als Nivellement wird die Messung von Höhenunterschieden zwischen Punkten bezeichnet.

Die Nivellierlatte wird senkrecht auf einen Messpunkt gestellt und mit dem Nivelliergerät angepeilt. Durch die Höhenermittlung an verschiedenen Messpunkten im Gelände entsteht ein genauer Überblick über vorhandene Höhenunterschiede. Die Landvermessung ermittelt auf diese Weise die Höhenunterschiede im Gelände.

Dabei werden beim sogenannten geometrischen Nivellement die Nivellierlatte senkrecht auf einen Messpunkt gestellt und mit dem Nivelliergerät angepeilt. Durch die Ausmessung an verschiedenen Messpunkten entsteht ein genauer Überblick über die vorhandenen Höhenunterschiede auf dem Gelände.

Baurelevante DIN-Normen bilden die Grundlage für die Bauplanung und Bauausführung, sie legen die generellen Richtlinien am Bau fest.

Es gibt baurelevante DIN-Normen für Baustoffe, Bauteile, Baurichtmaße, Konstruktionsarten, Qualitäten und Mengen.

Darüber hinaus regeln diese Normen Prüf- und Arbeitsverfahren,  bauphysikalische und statische Eigenschaften und bilden die Grundlage für Gewährleistungen. 

Je nachdem wie wasserdurchlässig der Boden ist, können sich bei Erdarbeiten Grundwasseransammlungen bilden, die es zu beseitigen gilt.

Dabei ist ein Verfahren die sogenannte offene Wasserhaltung. Hierbei wird das Grund- oder Oberflächenwasser in offenen Dränen oder Gräben gesammelt und dann mittels einer Pumpe abgepumpt.

Unter einer organoleptische Bodenansprache versteht man die Analyse von Boden bzw. Bodenproben über die Sinnesorgane.

Dabei wird das Probenmateiral nach Aussehen (Farbe, Konsistenz, makroskopische Inhaltsstoffe) und Geruch untersucht. 

Die organoleptische Bodenansprache ist in der Regel die Erstuntersuchung des Bodens vor Ort. Sie ist bei kontaminierten Standorten oft Entscheidungsgrundlage für durchzuführende chemische Analysen.

Die Proctordichte (ρpr)  ist u.a. ein Begriff aus dem Bauwesen und der Geotechnik. Sie steht für die höchste erreichbare Dichte eines Bodens nach erfolgtem Materialeinbau und anschließender Verdichtungsarbeit.

Ist die Baugrube ausgehoben, muss die Oberfläche der Grube gerade gezogen werden, um den weiteren Aufbau von Frostschutzschicht und Bodenplatte zu ermöglichen.

Man spricht hier von einem Planum. Die Oberfläche muss eben, profilgerecht und ggf. leicht geneigt hergestellt werden. Die Abweichung von der Sollhöhe darf beim Feinplanum nur wenige Zentimeter betragen.

Der Polier ist Mitarbeiter eines Bauunternehmens und als verantwortliche Aufsichtsperson auf Baustellen oder für bestimmte Baustellenabschnitte tätig.

Er fungiert als Bindeglied zwischen den auf der Baustelle tätigen Arbeitern und der Firmen-Bauleitung.

Die Baugrubensohle – auch genannt Planum, Erdplanum, Unterbauplanum oder Untergrundplanum – ist die unterste Ebene, auf der das zu errichtende Bauwerk (z.B. Haus oder Straße) entsteht. 

Dabei muss die Sohle gerade für den Hausbau eben, profilgerecht und waagerecht ausgeführt werden. Es gelten hier Maßtoleranzen von nur wenigen Zentimetern.

Die Schottertragschicht ist das zentrale Element im Straßen- und Wegebau. Dabei muss sie nicht nur tragfähig sondern auch widerstandsfähig gegen Wasser- und Frostschäden sein.

Schottertragschichten werden nach dem Erdaushub eingebracht und verdichtet. Der weitere Aufbau richtet sich danach, was die Schottertragschicht tragen soll.

Eine Sauberkeitsschicht ist eine Betonschicht, die zwischen Baugrubensohle und Gebäudefundament eingebracht ist.

Die Aufgabe der Sauberkeitsschicht ist es in erster Linie, eine gerade, saubere Arbeitsfläche für die nachfolgenden Arbeiten zu schaffen. Sie wird aus Magerbeton gegossen.

Als Unterfangung bezeichnet man im Bauwesen die Sicherung eines Gebäudes gegen Abrutschen oder Setzen bei Erdarbeiten unterhalb seiner Fundamente oder Bodenplatte.

Besonders in innerstädtischen Bereichen sind aufgrund der beengten Platzverhältnissen und dem Wunsch
Gebäude mit mehreren Tiefgeschossen zu erstellen, oft
Maßnahmen zur Unterfangung von benachbarten und
bereits bestehenden Gebäuden notwendig, vor allem dann, wenn das neue Gebäude direkt an ein Bestandsgebäude grenzt.

Als Umbauter Raum (UBR) gilt das sogenannte Innenvolumen eines Gebäudes, das durch die äußeren Bauwerkskonturen begrenzt ist, also das Volumen eines Gebäudes, das sich bei einem Rohbau aus Höhe x Breite x Länge, ergibt.

Mittlerweile wird der Begriff Umbauter Raum häufig auch als “Brutto-Rauminhalt” (BRI) bezeichnet.

 

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